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Der Nachtwächter von Turckheim


"Han sori zu Fir und Liacht"
(Habt Sorgen um Feuer und Licht)


So lautete der Ratschlag, den der Nachtwächter seinen Mitbürgern gab, als er seinen Dienst antrat. Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass es diesen Beruf überhaupt gibt, nämlich um Brände zu vermeiden.

Eine vergessene Kerze oder ein schlecht überwachstes Kaminfeuer konnten Katastrophen auslösen: die damaligen lächerlichen Mittel, ein Feuer zu bekämpfen, ermöglichten nur schwer, eine Katastrophe zu verhindern.

Im Laufe der Jahre musste der Nachtwächter auch die Stunden verkünden und für Ordnung auf den Straßen sorgen. Später war er auch Feldschütz und Totengräber.

Der Nachtwächter ist nur selten in unserem Archiv erwähnt ; man findet lediglich Ernennungen und vereinzelte Ermahnungen wegen Vernachlässigung im Dienst. Die Nachtwächter, im Allgemeinen waren es immer zwei, wurden von den Korporationen bezahlt; jede Familie bezahlte das Wachtgeld pro Trimester. Die Wachtgeldbücher wurden alle aufbewahrt. Nach Abschaffung der Korporationen 1791, verschwand auch der Nachtwächter von Turckheim. Die nächtlichen Runden wurden dann von den Einwohnern organisiert. Erst 1795 wurde der Nachtwächter wieder in seine Funktionen zurückgeholt und bis kurz vor Kriegsbeginn (1939) beibehalten.

Der letzte Nachtwächter war Mathias JAMM, der zusammen mit seinem Bruder August - dieser ist jedoch bei den Befreiungskämpfen von Colmar ums Leben gekommen - die Rolle von seinem Vater Jospeh JAMM (Nachtwächter von 1873 bis 1920) übernommen hatte.

Der Fortschritt der modernen Zeiten, vor allem in der Elektrik, sorgte für den endgültigen "Tod" des Nachtwächters.
1953 beschloss der Historikerverein Wickram, die ehrenvolle Person wieder ans Licht zu bringen. Somit begann Joseph LIECHTY seine Runden ab 1. August 1953.


Seit über 50 Jahren kann man in Turckheim vom 1. Mai bis 31. Oktober, abends um 22 Uhr wieder die Stimme des Nachtwächters in den Straßen der Altstadt hören. Außer Joseph LIECHTY (1953-1958) haben auch Joseph JAMM, Junior (1958-1968) und Charles MEYER (1968-1985) dafür gesorgt, dass die Tradition zur Freude der Einwohner und Besucher beibehalten wurde.

Heute wird die Aufgabe in der Hauptsaison abwechselnd von drei Männern übernommen :

Jean-Luc KILLY
Louis MEYER
Marcel SATTLER


 


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